Wie ich zum Coaching kam...

Es war ein warmer Tag im Spätsommer 1978. Damals war ich sechszehn. Ich lief durch den Wald und erfreute mich an den erdigen Duft. Wie ein Blitz, schlug in mir der Gedanke: "Die Wirtschaft funktioniert wie die Natur!“. Ein gegenseitiges Nutzenstiften, wie bei Biene und Blume. Meinen BWL-Lehrer fragte ich danach. Und er verneinte. Meinen Vater fragte ich – und er blieb stumm. Erst 6 Jahre später sagte er zu mir, er hätte was gefunden, was meiner Idee wohl entspräche: die EKS-Strategie eines Wolfgang Mewes. In dessen Fernkurs war die Rede von Engpass lösen und Nutzenstiften. Während meines BWL-Studiums besuchte ich mit meinen Vater die Regionaltreffen der EKS. Und damals fiel mir schon auf, wieso sind die einen erfolgreich und die anderen tun nur so als ob?

Am Ende meines Studiums setzte ich mein Wissen ein: Zimmerer, ökologisch interessiert und BWLer mit Marketing-Know-how. Was liegt da näher als in den ökologischen Hausbau zu gehen? In den folgenden drei Jahren konnte ich den Umsatz um gut 300% steigern. Juhu!

Und dann ging der Esel aufs Eis: Ich wollte meine Karriere beim konventionellen Bau fortsetzen und viel Geld verdienen. Aber ich fiel auf den Bauch: Fremde Kultur, andere Werte und anderes Denken. Vor lauter Stress vergaß ich meine Kompetenzen und meine Neigungen, wurde krank und arbeitslos.

Zeit zum Nachdenken und mich zu finden. Dabei fand ich ein neues Aufgabengebiet bei einer Unternehmensberatung in Frankfurt: Re-Engineering von Vertriebs- und Service-Einheiten. Ich blühte auf. Es bereitete mir viel Freude, Menschen zu unterstützen ihren Job effektiver zu erledigen. Bis eines Tages ich erfuhr, dass ein Projekt für mehrere hunderttausend Mark einfach in der Schublade landete. Alle meine Interview-Protokolle waren abgenommen, dass komplette Projekt war genehmigt. Was war passiert? Bei einer Currywurst sagte der Projektleiter, „Harald gräm Dich nicht, die Leute haben einfach nur Angst. Entweder dass sie ihren Job verlieren oder ein Glied zurück treten müssen.“ Ich dachte, das hätte ich merken müssen. Immerhin sprach ich mit den Menschen. Ich entschloss mich für eine gesprächstherapeutische Ausbildung: Bei der lernte ich, wie alte Erfahrungen, Innere Einstellungen und Glaubenssätze unser Denken, Entscheiden und Handeln beeinflussen. Seit dem arbeite ich als Coach. Mein Managementwissen kombinierte ich mit dem Know-how aus der humanistischen Psychologie. 2001 entstand daraus das erste Controlling-Tool mit den Schlüssel-Indikatoren für nachhaltige und wertorientierte (Selbst-) Führung:

Mensch. Beziehung. Wissen. Ziele.

Mein Interesse richtet sich seit dem immer mehr auf die Gehirnforschung. Als Ergebnis entstand die systemisch-orientierte Intervention „Spiel der Emotionen“. Eine Intervention, die unterstützt den Engpass im Beziehungsfeld zwischen sich und anderen aufzudecken und zu verstehen.

Kommunikation ist das Instrument, um Zusammenarbeit zu ermöglichen. Um diese Qualität zu analysieren und zu verdeutlichen, entwickelte ich den Dialog-Kompass. Ein Instrument, um die Fähigkeit des Einzelnen und eines gesamten Teams zu verdeutlichen und die Optimierungspotentiale zu erkennen.

Dies erkennen
Heißt die geheimen Zusammenhänge erkennen.
Wahre Härte ist nur ein Grad von Zartheit.
Wahre Zartheit ist nur ein Grad von Härte.
Wie der Fisch nicht leben kann ohne Wasser
So ist nicht leben Wo nicht Gesetzmäßigkeit herrscht. (Lao Tse)

coach profil Harald Dill
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